Zoologisches Museum der Universität Zürich

Führung vom 15. Oktober 2019 im zoologischen Museum der Universität Zürich. Präparation und Lebensgeschichten von Tieren aus der Sammlung.

22 Seniorinnen und Senioren fanden am 15. Oktober den Weg ins zoologische Museum der Uni Zürich. In Empfang genommen wurden sie durch den jungen Biologen David Inauen, der uns als erstes mit einem Highlight aus der Sammlung der vielen präparierten und ausgestopften Tiere bekannt machte. Markant im Eingangsbereich des Museums steht die über 5 Meter grosse Giraffendame Arusha, die in den frühen 40er Jahre die einzige Giraffe in einem Schweizer Zoo war. Das zutrauliche Tier war ein grosser Publikumsliebling und ihr Tod 1946 infolge eines Sturzes war für den Zürcher Zoo und ihrem Pfleger ein grosser Verlust. Nach ihrem Tod kam das Tier ans zoologische Museum, wo es für die Sammlung präpariert wurde.

              Bilder Ernst Trachsel       

An Hand eines kleineren Tieres, einem Iltis, erklärte David Inauen den Entstehungsprozess eines tierischen Präparats für eine wissenschaftliche Sammlung. Das Tier wird akribisch vermessen und abgebalgt. Ein Prozess, der einige unserer Mitglieder überzeugte, das Tierpräparator nicht ihr wirklicher Traumberuf sei. Auf Grund der Masse wird ein Körpermodell aus hartem Schaumstoff hergestellt und mit dem originalen Fell oder der Haut überzogen. Ein aufwändiger Vorgang, der sich je nach Grösse des Tieres über mehrere Monate erstrecken kann. Das Ziel ist ein natürliches, wie lebend wirkendes Tierpräparat.

  
Bilder: Ernst Trachsel

Das zoologische Museum beherbergt auf drei Stockwerken tausende, kleinste und grosse Tiere, vom Aal bis zur Zylinderwirbelschnecke und ist, dank kinderfreundlichem Konzept, auch für kleinere Gäste das beliebteste Zürcher Museum, das sich bestens für Grosseltern - Kinder-Aktivitäten eignet.

Text: Ivan Kuhn, Vorstandsmitglied