Gottfried-Keller-Zentrum Glattfelden

Ein Blick in die Lebensgeschichte des Schweizer Dichters.

Am 24.9.2019 fanden sich 19 interessierte ZRV-Mitglieder zur spannenden Führung in der 1985 eröffneten permanenten Ausstellung der Stiftung Gottfried Keller-Zentrum Glattfelden ein. Ruth Rindlisbacher begrüsste uns im ehrwürdigen, im Jahr 1526 erstellten Fachwerkbau im Dorfzentrum von Glattfelden.

In den drei Räumen im Erdgeschoss mit Exponaten aus dem Leben des Dichters, schilderte sie lebendig den Bezug Kellers zu Glattfelden, zu seinen Eltern, die dort aufgewachsen waren, sowie die Irrungen und Wirrungen seines Wirkens. Sie beschrieb uns Kellers tragische Kindheitserlebnisse, seine Enttäuschungen als Schüler, als Künstler und Maler, sowie seine unglücklichen Liebesbeziehungen zu für ihn unerreichbaren Frauen in Zürich, Heidelberg und Berlin.

Seine Erlebnisse in der Jugend, die ertragenen Hänseleien wegen seiner Kleinwüchsigkeit und der allzu frühe Tod seines Vaters bildeten wohl die Grundlage für sein bekanntestes Werk „Der grüne Heinrich“. Mit dieser Schrift schuf er sich die Anerkennung als angesehener Dichter.

Seinen grossen beruflichen Erfolg schuf er sich erst im Alter von 42 Jahren nach Rückkehr 1861 aus Berlin. Er wurde zum ersten Staatsschreiber des Kantons Zürich ernannt. Er war damals der bestbezahlte Beamte im Kanton. Damit gab er seiner Mutter Recht, die stets an seine Fähigkeiten geglaubt hatte und verhalf ihr mit seinem Einkommen zu einem sorgenfreien Lebensabend.

Den Abschluss der Führung bildete eine 20-minütige Videoshow über das Leben und Wirken von Gottfried Keller.

Text und Fotos Hans-Rudolf Baumberger, Vize-Präsident ZRV