Arztvortrag vom 21. November 2019 im Kirchgemeindehaus Neumünster Zürich

Der diesjährige ZRV-Anlass "Arztvortrag" drehte sich ganz ums Thema "Kopfschmerzen im Alter". Dr. A. Eggspühler (leitender Arzt Neurologie der Schulthess Klinik Zürich) referierte vor zahlreichen Besuchern zu diesem Thema.

Am 21. November 2019 konnte Dr. med. Hans Ulrich Kull (Vorstandsmitglied des ZRV) eine stattliche Zahl von interessierten Gästen zum diesjährigen "Arztvortrag" begrüssen. Dieses Jahr war die Veranstaltung ganz dem Thema "Kopfweh im Alter" gewidmet. Dr. A. Eggspühler (leitender Arzt Neurologie der Schulthess Klinik Zürich) referierte über die verschiedenen Formen von Kopfschmerzen, die uns alle immer wieder plagen und auch ängstigen.

     


Dr. A. Eggspühler (leitender Arzt Neurologie 

der Schulthess Klinik Zürich) und Referent des heutigen Tages.                                                   

Dr. med. Hans Ulrich Kull (Vorstandsmitglied ZRV und dort zuständig für Gesundheits-politik) begrüsst den Referenten und die Zuhörer.


Der Referent verstand es auf didaktisch geschickte und in für medizinische Laien verständlicher Sprache, die sehr vielen verschiedenen Formen von Kopfweh zu bündeln, abzugrenzen und klar darzustellen. Er differenzierte zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen.

Die primären, grösstenteils ungefährlichen Kopfschmerzen, machen ca. 80% aller Kopfweharten aus und sind meist ohne bestimmte Ursache. Dazu zählte der Referent die Migräne, das Cluster-Kopfweh und die Spannungskopf-schmerzen.

Die sekundären Formen der Kopfschmerzen bedürfen einer genauen Ab-klärung. Zu ihnen zählte er Kopfschmerzen, die durch Blutungen oder Entzündungen im Hirn oder allenfalls Hirntumore verursacht werden sowie die gefährliche Riesenzell-Arteriitis.

Die Behandlung von "Kopfweh" erfordere vorerst eine genaue Zuordnung zu der einen oder anderen Gruppe. Vielfach geht es aber in einem ersten Schritt zuerst einmal darum Medikamenten-Missbrauch zu stoppen.

Abhilfe oder Linderung bringe bei den primären Kopfwehformen die Anwendung von nichtsteroidalen Antirheumatika (schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente, die sich nicht von Sterinen ableiten), von Triptane (Medikamente mit gefäßverengenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkstoffen), sowie von allenfalls hochdosiertem Magnesium und Vitamin B2.

Die speziellen Kopfwehformen hingegen erfordere zusätzlicher Massnahmen. Da müsse der Hausarzt oder der Fachspezialist weiterhelfen.

Text: Dr.med. Hans-Ulrich Kull; Bilder: Hans-Rudolf Baumberger (beide Vorstandsmitglied des ZRV)