Auenerlebnis – hautnah

Landwirtschaftliche Vielfalt im Kanton

Am 18. Juni 2019 machten sich ein gutes Dutzend ZRV-Mitglieder auf, um die Geheimnisse der grössten Schweizer Auenlandschaft zu erkunden. Ein strahlender Sommertag tat das Seine dazu, dass der Ausflug noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Anfahrt zum Naturzentrum Thurauen zeigte eindrücklich die landschaftliche Vielfalt unseres Kantons: Zürich ist mehr als nur der Wirtschaftsmotor der Schweiz. Zürich ist auch ein fruchtbarer Landwirtschaftskanton mit weiten Getreidefeldern, durchsetzt mit rotem blühenden Mohn; und Zürich hat auch zahlreiche erlebenswerte Naturlandschaften: Seit etwas mehr als 10 Jahre auch wieder eine weite für die Biodiversität sehr wertvolle Auenlandschaft mit einer einmaligen Flora und Fauna.

            Wildromantischer Auenwald: über diese Brücke mussten wir nicht gehen.

Im Naturzentrum Thurauen bei Flaach erwartete uns eine Umweltwissenschafterin, die uns während eineinhalb Stunden die Geheimnisse der Auenlandschaft eindrücklich und unterhaltsam erleben liess. 

  Mikroskopisch kleine Lebewesen einzufangen, war eine ziemliche Herausforderung.

Die Teilnehmenden fühlten sich fast ein bisschen in die Zeit der Volksschule zurückversetzt und waren aufmerksame und wissbegierige Schülerinnen und Schüler. Mit den Händen wurden Pflanzenteile ertastet und geraten, was es wohl sein könnte. Fotos verschiedener Landschaften entpuppten sich alle als verschiedene Arten von Auen. In Wasserschalen konnten Luppen kleine Lebewesen unter den fachkundigen Erläuterungen beobachtet und anhand von Fotos bestimmt werden.   

                               Wasserfrosch posiert extra für die ZRV-Mitglieder.

Dies alles während eines Spaziergangs durch einen kleinen Ausschnittwilden, urtümlichen Auenwaldes mit zahlreichen Kleintieren, wie z.B. Libellen oder eben auch eines äusserst fotogenen Wasserfrosches (ob er ein verwunschener Prinz war, blieb sein Geheimnis).

Text und Fotos Cäcilia Hänni, Präsidentin ZRV